Mit Ella und Fiete lernen, sich führen zu lassen

Seit Beginn des Schuljahres besucht eine ausgewählte Gruppe von Kindern der Alfred-Adler-Schule jeden Dienstag regelmäßig den Bauspielplatz Neumühl. Dort treffen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften, Frau Dr. Yahya und Frau Weyers, auf Frau Sense und Frau Witt. Im Mittelpunkt stehen verschiedene sozial-emotionale Themen, die mithilfe tiergestützter Pädagogik erarbeitet werden. Dabei sind die Esel Ella und Fiete wichtige „Assistenten“.

Heute beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema „Sich führen lassen“. Zunächst wurde ein Parcours aufgebaut, durch den die Schülerinnen und Schüler die Esel führten. Dabei konnten sie beobachten, wie fein die Tiere auf Körpersprache und klare, passende Signale reagieren. Bevor es zu den Eseln ging, probierten die Kinder das Führen und Sich-führen-Lassen gegenseitig aus. Natürlich blieb auch Zeit, Ella und Fiete zu putzen und zu streicheln. Die beiden tragen inzwischen ein dichtes Winterfell. Anschließend wurden ihre Hufe gereinigt. In einer kurzen theoretischen Arbeitsphase blickten die Kinder auf das Erlebte zurück und konnten das Gelernte noch einmal festigen.

Die Begegnungen mit den Eseln bieten Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung besondere Lernmöglichkeiten. Esel reagieren unmittelbar und unvoreingenommen auf das Verhalten der Kinder. So können diese ihre eigene Körpersprache wahrnehmen, Vertrauen aufbauen und üben, ruhig, klar und rücksichtsvoll zu handeln. Die Tiere geben dabei einen anschaulichen Anlass, sich mit Themen wie Selbststeuerung, Grenzen, Verantwortung und gegenseitigem Vertrauen auseinanderzusetzen. Viel zu schnell verging die Zeit – und alle sind schon gespannt, was sie in der kommenden Woche erwartet