Tiere spielen im Schulalltag der Alfred-Adler-Schule eine besondere Rolle. Neben unserer Schulimkerei, die einen eigenen Schwerpunkt der tiergestützten Pädagogik bildet, bieten auch andere Tiere vielfältige Möglichkeiten für Lernen, Begegnung und persönliche Entwicklung.
Biodiversität direkt vor der Schultür
Tiergestützte Pädagogik findet an unserer Schule jedoch nicht nur mit Tieren statt, die bewusst in den Klassen eingesetzt werden. Auch unser Schulgelände ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere.
Mit offenen Augen lässt sich dort immer wieder Neues entdecken: Unterschiedliche Vogelarten sind zu beobachten und laden dazu ein, ihre Lebensweise, ihr Verhalten und ihre Stimmen kennenzulernen. Auch ein Hase gehört zu den regelmäßigen tierischen Besuchern unseres Schulgeländes.
Ein besonderes Erlebnis war die Auswilderung von Igeln auf unserem Schulgelände. Damit wurde nicht nur ein neuer Lebensraum für die Tiere geschaffen, sondern auch für die Schülerinnen und Schüler erlebbar, wie aktiver Natur- und Artenschutz funktionieren kann.
Unser Schulgelände wird so zunehmend zu einem Ort, an dem Biodiversität erlebt und entdeckt werden kann. Tiere, Pflanzen und unterschiedliche Lebensräume werden nicht nur im Unterricht thematisiert – sie sind Teil unseres täglichen Schulalltags.




Schnecken und Hunde im Schulalltag
In verschiedenen Klassen gehören Hunde zeitweise oder regelmäßig zum pädagogischen Alltag. Die Begegnung mit Tieren schafft besondere Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten: Die Schülerinnen und Schüler können Tiere beobachten, ihr Verhalten kennenlernen und Verantwortung für deren Bedürfnisse übernehmen.
Gerade für Kinder und Jugendliche, denen das schulische Lernen häufig schwerfällt, können Tiere einen besonderen Zugang schaffen. Beim Beobachten, Füttern, Versorgen und vorsichtigen Kontakt mit den Tieren werden ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten gefördert – beispielsweise Konzentration, Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und die Wahrnehmung eigener und fremder Grenzen.
Hunde können dabei insbesondere als soziale Begleiter wirken. Ihre unmittelbare und wertfreie Reaktion bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Nähe und Kontakt zu erleben, Vertrauen aufzubauen und eigene Gefühle und Bedürfnisse besser wahrzunehmen. Gleichzeitig lernen sie, die Signale und Grenzen des Tieres zu erkennen und zu respektieren.

Auch Schnecken bieten spannende Beobachtungsmöglichkeiten. Ihr langsames Tempo lädt dazu ein, genau hinzuschauen, sich Zeit zu nehmen und kleine Veränderungen wahrzunehmen. Die Versorgung der Tiere vermittelt dabei auf anschauliche Weise, dass jedes Lebewesen eigene Bedürfnisse hat.





Lernen mit und von Tieren
Die Begegnung mit Tieren ermöglicht Erfahrungen, die weit über fachliches Lernen hinausgehen. Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, entwickeln Empathie und lernen, aufmerksam zu beobachten. Gleichzeitig entstehen viele natürliche Gesprächsanlässe und Situationen, in denen soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Achtsamkeit gefördert werden.
Ob Schnecke, Hund, Igel, Hase, Vogel oder Biene – jedes Tier eröffnet eine eigene Möglichkeit, Natur unmittelbar zu erleben und Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.