Im Kommatheater wurde das Stück Unsere Grube aufgeführt, das das freie Spiel als Spiegel der Gesellschaft und zugleich als Ort der Gesellschaftsbildung erforscht. Die Inszenierung zeigt, wie Spielideen entstehen, wer sie kontrolliert und welche Regeln dabei hilfreich oder hinderlich sein können. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Warum mischen sich Erwachsene immer ein? Warum sind ihre Ideen oft langweilig? Welche Ängste treiben die Erwachsenen an, und wo sind legitime Sorgen berührt? Wann sind (Spiel-)Regeln sinnvoll und wann behindern sie fantasievolles Spiel? Wer gehört zu öffentlichen Orten und wer bestimmt dort die Regeln?
Das Stück verdeutlicht, dass Spiel nie „nur“ Spiel ist, sondern soziale Verhandlungen in Echtzeit. Die Figuren verhandeln Rollen, Räume und Zugänge, wodurch sich unausgesprochene Machtstrukturen sichtbar machen. Dadurch wird deutlich, dass öffentliche Räume nicht neutral sind, sondern von Gesellschaften gestaltet und kontrolliert werden. Zugleich zeigt Unsere Grube, wie kreative Freiräume entstehen, wenn Regeln flexibel angewendet werden und Kinder ihre Stimmen erheben, statt sich passiv zu fügen. Das Stück ermutigt dazu, eigene Perspektiven einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam faire Regeln zu entwickeln.
Für Förderschulen ESE bietet der Besuch eine besonders wichtige Erfahrung: Das Stück setzt emotionale und soziale Lernprozesse in greifbare Bilder um, stärkt Empathie, Kritikfähigkeit und demokratisches Denken. Durch klare Sprache, bildhafte Metaphern und interaktive Momente bleibt der Inhalt zugänglich und fördert inklusives Dialogtraining im Schulalltag. Diese Erfahrung unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, sich aktiv an der Gestaltung gemeinsamer Räume zu beteiligen.






































