Unter dem Motto „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) stand die diesjährige Projektwoche der Alfred-Adler-Förderschule in Duisburg. Dass sich die Schulgemeinschaft diesem Thema mit großem Engagement widmete, war nur folgerichtig: Bereits Anfang Oktober 2026 wurde die Schule für ihr besonderes Engagement im Rahmen des Landesprogramms „Schule der Zukunft“ zertifiziert. Die Projektwoche knüpfte daran an und machte Nachhaltigkeit für die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige und praxisnahe Weise erlebbar.
Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt das Ziel, Menschen dazu zu befähigen, verantwortungsvoll mit der Umwelt, den natürlichen Ressourcen und ihren Mitmenschen umzugehen. Auch in den Lehrplänen ist BNE als übergreifende Aufgabe verankert. Themen wie Umweltschutz, Gesundheit, verantwortungsvoller Konsum und globale Gerechtigkeit werden dabei fächerübergreifend aufgegriffen.
Nachhaltigkeit entdecken und aktiv werden
Die einzelnen Klassenstufen beschäftigten sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten und setzten sich auf ganz eigene Weise mit Fragen einer nachhaltigen Zukunft auseinander. Dabei standen das praktische Erleben, das gemeinsame Handeln und die Entwicklung eigener Ideen im Mittelpunkt.
Einige Klassen widmeten sich intensiv dem Thema Müll. Bei verschiedenen Müllsammelaktionen wurde Umweltschutz unmittelbar erfahrbar. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst aktiv werden und erkennen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Abfällen für eine saubere und lebenswerte Umwelt ist.
Auch das Schulgelände und seine tierischen Bewohner rückten in den Fokus. Unter dem Motto „Unsere Wilde Schule“ untersuchten andere Lerngruppen die biologische Vielfalt auf dem Schulgelände, erfassten ihre Beobachtungen systematisch und dokumentierten die Ergebnisse. Dabei wurden unter anderem Fuchs, Igel und Hase entdeckt. Darüber hinaus boten das Wohlergehen von Wildbienen und Fledermäusen sowie die Bedeutung heimischer Pflanzen vielfältige Anlässe für besondere Unterrichtserlebnisse. Die Schülerinnen und Schüler lernten, ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen und die Bedeutung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zu verstehen.
Die Hauptstufe setzte sich mit nachhaltigem Ernährungsverhalten auseinander. Neben theoretischen Grundlagen standen praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Frage, wie eine nachhaltige Ernährung im Alltag gelingen kann und welchen Beitrag jeder Einzelne dazu leistet. Unter dem Leitgedanken „Zu gut für die Tonne“ wurde auch die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung thematisiert. Fair-Trade-Produkte, globale Vernetzung und der ökologische Fußabdruck erweiterten den Blick auf die weltweiten Zusammenhänge unseres Konsums. So wurde deutlich, dass alltägliche Entscheidungen Auswirkungen haben, die weit über den eigenen Lebensbereich hinausreichen.
Die Grundschülerinnen und Grundschüler wiederum beschäftigten sich mit dem Thema Sicherheit und Erste Hilfe. Am Bienenstand übten sie, mögliche Gefahrensituationen einzuschätzen und angemessen zu reagieren. Außerdem lernten sie das fachgerechte Anlegen von Verbänden. Dabei konnten sie wichtige Fähigkeiten erwerben, die ihnen helfen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
Gemeinsam lernen, Verantwortung übernehmen
Eine Projektwoche bietet insbesondere einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung (ESE) wertvolle Lerngelegenheiten. Gemeinsame Aufgaben, praktische Erfahrungen und handlungsorientierte Projekte ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, eigene Stärken einzubringen, Selbstvertrauen aufzubauen und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln. Rücksichtnahme, Teamarbeit, Konfliktfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein werden dabei ganz selbstverständlich im gemeinsamen Tun gefördert. Zugleich eröffnen die unterschiedlichen Zugänge zu den Themen vielfältige Möglichkeiten, individuelle Interessen und Fähigkeiten zu berücksichtigen.
Damit die Projektwoche für alle Beteiligten zu einem Erfolg werden konnte, hatte eine Koordinationsgruppe in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung die Aktivitäten sorgfältig vorbereitet und organisiert. Die abgestimmte Planung schuf die Voraussetzungen dafür, dass die verschiedenen Klassenprojekte erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Ein gelungener Beitrag für eine nachhaltige Zukunft
Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Bildung für nachhaltige Entwicklung gestaltet werden kann. Ob beim Müllsammeln, bei der Erforschung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, beim bewussten Umgang mit Lebensmitteln oder beim Erlernen von Erste-Hilfe-Maßnahmen – überall standen eigenes Handeln, gemeinsames Lernen und die Übernahme von Verantwortung im Mittelpunkt.
Die Projektwoche verlief für alle Beteiligten erfolgreich und setzte ein weiteres Zeichen für das nachhaltige Engagement der Alfred-Adler-Förderschule. Sie machte deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Unterrichtsthema ist, sondern im Schulalltag gelebt werden kann – Schritt für Schritt, gemeinsam und mit Blick auf eine lebenswerte Zukunft.










