Die Bienenvölker werden ausgewintert

Mit Beginn der Saalweidenblüte starten die Schulimkerinnen der Alfred-Adler-Schule in eine neue Jahresphase der Imkerei. Im Schulimkerprojekt werden praxisnah Kenntnisse rund um Bienenzucht, Honiggewinnung und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Der Ablauf umfasst unter anderem das Auswintern der Bienenstöcke, die Entfernung der Mäusegitter, die Bonitierung der Völker sowie die Gabe eines weiteren Brutraumes. Diese Maßnahmen sichern die Gesundheit der Honigbienen und fördern stabiles Wachstum der Völker im Frühjahr.

Das Bienenprojekt ist fest in das Konzept der tiergestützten Pädagogik der Schule integriert. Der direkte Kontakt mit den Bienen vermittelt den Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen in Empathie, Beobachtungsgabe, Geduld und Resilienz. Durch regelmäßige Beobachtungen der Bienengemeinschaft lernen die Schüler*innen Verantwortungsbewusstsein, respektvollen Umgang mit Tieren und wissenschaftliches Denken – von der Lebensweise der Bienen bis hin zur Bedeutung von Biodiversität und Umweltschutz.

Besonders wichtig ist diese Form der tiergestützten Pädagogik für Förderschülerinnen und Förderschüler mit dem Förderbedarf ESE. Die Arbeit mit den Bienen bietet eine sinnstiftende Aktivität, die motorische Fein- und Grobmotorik, Aufmerksamkeitsspanne sowie Kommunikationsfähigkeiten gezielt anspricht. Rituale, klare Abläufe und unmittelbares Erfolgserlebnis stärken das Selbstvertrauen und fördern inklusive Lernprozesse. Durch angepasstes Lernsetting werden Barrieren abgebaut, soziale Interaktion gefördert und ein angstfreies Lernen in einem sicher gestalteten Umfeld ermöglicht.

Wir danken allen Beteiligten – den Schulimkerinnen, Lehrkräften und Unterstützerinnen – für ihr Engagement. Die Schulimkerei ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie naturwissenschaftliche Bildung, praktisches Handeln und ganzheitliche Pädagogik ineinandergreifen, um Lernende individuell zu unterstützen und zu motivieren.