Steinzeit erleben

Der Besuch des Neanderthalmuseums war für die Grundschüler der Bienenklasse eine spannende Erfahrung, die den Lernstoff der Schule anschaulich erlebbar machte. Im Workshop „Steinzeitwaffen“ begaben sich die Kinder in die Steinzeitwerkstatt des Museums, wo sie aktiv an einer historischen Thematik arbeiten konnten. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, selbst Speere zu werfen. Nach mehrmaligen Versuchen trafen einige von ihnen das Ziel und zeigten dabei Geduld, Konzentration und feine Motorik. Geduldig erklärte die Museumspädagogin die Funktionsweisen der Steinzeitwaffen: Welche Materialien genutzt wurden, wie sich Wurf- und Reichweite änderten und welche Sicherheitsmaßnahmen zu beachten waren. So erhielten die Kinder ein besseres Verständnis dafür, wie menschliche Kreativität und technisches Grundwissen den Alltag der frühen Menschen prägen.

Der Lehrplanbezug für die Grundschule NRW wurde durch den Workshop beispielhaft umgesetzt: Inhalte aus den Bereichen Sachunterricht zu Zeit-, Lebenswelt- und Technikthemen wurden praxisnah verbunden, das Forschen, Ausprobieren und Reflektieren stand im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler lernten, Beobachtungen zu notieren, Hypothesen aufzustellen und Ergebnisse zu dokumentieren, was zentrale Kompetenzen des Lernbereichs Natur und Technik stärkt.

Besonders hervorzuheben sind die Besonderheiten, die die Förderung der ESE-Förderschülerinnen und -schüler beim Besuch des außerschulischen Lernortes ermöglichte. Durch angepasste Erklärungen, geduldige Unterstützung sowie differenzierte Aufgabenstellungen konnten alle Teilnehmenden aktiv mitmachen. Die Lehrkräfte vor Ort achteten auf individuelle Lernvoraussetzungen, gewährleisteten sichere Übungsbedingungen und förderten das selbstständige Handeln innerhalb eines inklusiven Lernsettings. Der Ausflug zeigte sehr gelungen, wie barrierefreies, praxisnahes Lernen im museumspädagogischen Rahmen zu mehr Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und Freude am Lernen beitragen kann