


Bei dem sozialpädagogischen Angebot „Drehscheibe“ handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Jugendamts der Stadt Duisburg, des Caritasverband Duisburg e.V. und der Alfred-Adler-Schule. Mit dem gemeinsamen Projekt soll erprobt werden, wie Schule und Jugendhilfe in einer integrativen Kooperation zusammenarbeiten können.
Die Schüler:innen sollen in einem angstfreien, wohlwollenden und unterstützenden Rahmen sowohl sonderpädagogisch in der Klasse, als auch sozialpädagogisch in den Drehscheiben gefördert werden. Diesbezüglich wirken die Mitarbeitenden der Drehscheiben eng mit den Klassenlehrkräften zusammen und strukturieren den Schulalltag so, dass beide Professionen im Sinne der Kinder ihren Raum einnehmen können.
In der Bienenklasse, welche mit der Drehscheibe 1.0 kooperiert, können maximal acht Schüler:innen mit intensivpädagogischem Förderbedarf aufgenommen werden. Die Schüler:innen sollen zwischen 6 und 10 Jahre alt sein, um eine größere Altersdiskrepanz zu vermeiden. Im sozialpädagogische Angebot Drehscheibe 1.0 arbeiten drei pädagogische Fachkräfte des Caritasverbandes. Diese ermöglichen den Kindern in täglichen Differenzierungsphasen während der Unterrichtszeit ein auf sie abgestimmtes intensives, soziales Lernen. In diesen Phasen arbeiten die Schüler:innen z.B. an individuellen Zielen, die zu ihrer persönlichen emotionalen und sozialen Weiterentwicklung führen sollen. Dabei wird verstärkt auf ihre Bedürfnisse eingegangen, da jedes Kind eigene Erlebnisse und Erfahrungen mitbringt und dementsprechend individuell gefördert werden muss. Sofern möglich, finden außerdem Sozialtrainings im Klassenverband oder in Kleingruppen statt.
Auch in der Jedi-Klasse, welche mit der Drehscheibe 2.0 kooperiert, können maximal acht Schüler:innen mit intensivpädagogischem Förderbedarf aufgenommen werden. Die Drehscheibe 2.0 unterscheidet sich ausschließlich darin von der Drescheibe 1.0, dass sie Schüler:innen im Alter von 10 bis 13 Jahren aufnimmt. Auch in der Drehscheibe 2.0 gibt es tägliche Differenzierungsphasen, in denen mit den Kindern an ihrer individuellen emotionalen und sozialen Entwicklung gearbeitet wird. Zudem finden Sozialtrainings im Klassenverband statt.
Im Anschluss an die Unterrichtszeit bieten die Drehscheiben je fünf Schüler:innen die Möglichkeit einer Nachmittagsbetreuung. Während der Nachmittagsbetreuung essen die Kinder gemeinsam zu Mittag und werden sowohl sozial- als auch freizeitpädagogisch betreut.
Das übergeordnete Ziel der Drehscheiben ist, dass die Kinder Schule als einen sicheren Hafen wahrnehmen und Schulabsentismus damit vermieden wird. Weiterhin sollen die Schüler:innen mithilfe der engmaschigen und zielgerichteten individuellen Arbeit eine derartige Entwicklung erzielen können, welche die Rückkehr in eine Regelklasse ermöglicht.
